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So werden Unternehmenskrisen zur Chance

Welche Hebel Sie jetzt nutzen können, um in Zukunft krisenfester zu sein

Eine Vielzahl von Krisen bedroht derzeit den deutschen Mittelstand: die Corona-Pandemie, die Beschaffungskrise, neuerdings der Ukraine-Konflikt. Zusätzliche Herausforderungen bestehen im Digitalisierungsdruck, in eklatant steigenden sowie spätestens 2023 in den zusätzlichen Anforderungen des Lieferkettengesetzes. Auch von einer Beruhigung des Klimas ist bei der bisherigen politischen Handlungsbereitschaft nicht auszugehen, ganz im Gegenteil. Weitere Lieferengpässe sowie steigende Kosten, z.B. für CO2-Zertifikate, sind zu erwarten. Unternehmen etablieren und worauf es dabei ankommt.

Die Krise als Katalysator
Krisen sind gefährliche Notsituationen, in denen schlecht vorbereitete oder besonders hart getroffene Unternehmen zugrundegehen können. Andererseits kann in diesem Anlass, die Kultur und Arbeitsweise des Unternehmens zu überdenken und zu optimieren, auch eine große Chance liegen.

Eine Krise setzt Unternehmen in Bewegung
„Krisen meistert man am besten, indem man ihnen zuvorkommt“, sagte der US-amerikanische Wirtschaftshistoriker Walt Whitman Rostow. Eine Anpassung von Strukturen und Abläufen kann so manche zukünftige Krise vermeiden.

Das typische Unternehmen ist, vor allem mit zunehmender Größe und Komplexität, dem Gesetz der Trägheit unterworfen. Es setzt Änderungsprozesse nur widerwillig in Gang. Das liegt nicht zwangsläufig an einzelnen Akteuren, sondern an der Beschaffenheit des Gesamtkonstrukts, beispielsweise an langen Entscheidungswegen. Im Business-as-usual ist ein gewisses Maß an Vorsicht sinnvoll, um mögliche Risiken zu evaluieren und Fehler durch übereiltes Handeln zu vermeiden. In einer Krise ist jedoch Mut gefragt. Der Kampf um den Fortbestand kann eine allgemeine Beschleunigung erzwingen und ungeahnte Flexibilität hervorbringen.

Transformation statt Tagesgeschäft
Auch nachdem die Krise überstanden ist, kann sie als Katalysator für Veränderungen dienen. Denn Unternehmen müssen aus Krisen lernen. Sie müssen die Ursachen, die ergriffenen Maßnahmen und die neuen Umstände inner- wie außerhalb des Unternehmens analysieren und daraus Maßnahmen ableiten.

  • Ziel dieser Maßnahmen ist es,
  • Krisen in Zukunft zu vermeiden und
  • dennoch eintretende Krisen besser zu bewältigen – das heißt: die Resilienz zu erhöhen.

Was bedeutet Resilienz?
Der Begriff der Resilienz ist nicht ohne Grund in aller Munde. Im Kontext der aktuellen Krisen ergibt die Diskussion darüber Sinn. Doch was bedeutet „Resilienz“ eigentlich? Wie ist eine hohe Resilienz im Idealfall nützlich und wie sieht die Realität in Unternehmen aus?

Theorie und Praxis
Das Gabler Wirtschaftslexikon definiert Resilienz im Unternehmenskontext wie folgt: „Unternehmerische Resilienz ist die Eigenschaft eines Unternehmens, externe Schocks oder Verwerfungen der sozialen, wirtschaftlichen oder politischen Rahmenbedingungen auszuhalten und sich an die neuen Bedingungen anzupassen.“ Anders ausgedrückt, beschreibt Resilienz also die Stabilität eines Unternehmens in Krisensituationen. Eine hohe Resilienz bedeutet nicht nur, effektiv auf eine bereits eingetretene Krise reagieren zu können, also beispielsweise ausgefeilte Notfallpläne oder umfangreiche Notressourcen parat zu haben.

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